demnächst

Hurricane Festival 2010


18/06 bis 20/06 2010   17.00 h
Scheeßel, Eichenring
vvk: 120,00 €



Hurricane Festival 2010

www.hurricane.de

Es spielen:  Zebrahead  -  White Lies  -  We Are Scientists  -  Vampire Weekend  -  Two Door Cinema Club  -  Turbostaat  -  Timid Tiger  -  The XX  -  The Temper Trap  -  The Strokes  -  The Specials  -  The Prodigy  -  The Hold Steady  -  The Get Up Kids  -  The Gaslight Anthem  -  The Bloody Beetroots Death Crew 77  -  Tegan and Sara  -  Stone Temple Pilots  -  Skunk Anansie  -  Skindred  -  Shout Out Louds  -  Revolverheld  -  Porcupine Tree  -  Phoenix  -  Paramore  -  Mr. Oizo  -  Moneybrother  -  Massive Attack  -  Mando Diao  -  Madsen  -  LCD Soundsystem  -  LaBrassBanda  -  La Roux  -  Katzenjammer  -  K's Choice  -  Jennifer Rostock  -  Jack Johnson  -  Ignite  -  Hot Water Music  -  Horse the Band  -  Frittenbude  -  Frank Turner  -  FM Belfast  -  Florence and the Machine  -  Faithless  -  Erol Alkan  -  Enter Shikari  -  Element Of Crime  -  Dropkick Murphys  -  Donots  -  Does It Offend You, Yeah?  -  Dendemann  -  Deichkind  -  Deftones  -  Danko Jones  -  Cymbals Eat Guitars  -  Cosmo Jarvis  -  Coheed & Cambria  -  Charlie Winston  -  Bratze  -  Boys Noize  -  Bonaparte  -  Billy Talent  -  Bigelf  -  Biffy Clyro  -  Beatsteaks  -  Band Of Skulls  -  Archive  -  

Das Hurricane Festival 2010 findet vom 18. - 20. Juni in Scheeßel statt. Die Frühbucher-Hardtickets sind über die Festivalseiten oder telefonisch unter 01805-853 653 (14ct / Minute, Mobilfunkpreise können abweichen) für 120 Euro inklusive 5 Euro Müllpfand erhältlich. Der Frühbucherrabatt läuft zum 31. Januar 2010 aus.


Archive

www.archiveofficial.com

www.myspace.com/archiveuk
 

Zwischen Elektronik und progressivem Rock, HipHop und akustischem Songwriting haben Archive ein musikalisches Universum geschaffen, das seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten gehorcht. Auch ihr sechstes Studioalbum Controlling Crowds pulsiert in der Spannung zwischen Hell und Dunkel, Melodie und Noise, Aggression und Transzendenz. Rockgitarren lassen Raum für Rap, Synthesizer vereinen sich mit der Kraft der Gitarren und vertrackte Beats wechseln sich mit kompromissloser Geradlinigkeit ab. So klingen Archive im Jahre 2010, fast 15 Jahre nach Gründung der Band durch Danny Griffiths und Darius Keeler.


Band Of Skulls

www.bandofskulls.com

www.myspace.com/bandofskulls
 

Obwohl sie erst seit einem Jahr als Band existieren, können Band Of Skulls bereits ihren ersten großen Erfolg verbuchen: Neben etablierten Künstlern wie Muse, Editors und Death Cab for Cutie dürfen sie einen Song zum Soundtrack des zweiten Teils der Twilight Trilogie "New Moon" beisteuern. Die drei Mitglieder der britischen Indierocker lernen sich am College in Southampton kennen. Das besondere an den Trio Russell Marsden (Gesang, Gitarre), Emma Richardson (Gesang, Bass) und Matt Hayward (Drums) ist, dass sowohl Emma als auch Russell singen alle Musiker Songs schreiben. Das Debütalbum „Baby Darling Doll Face Honey“, erschien am 20 März 2009 in Großbritannien und wurde in Deutschland am 22. Januar 2010 veröffentlicht. Der Song „I Know What I Am“ wird zur „iTunes Free Single Of The Week“ ernannt und 400.000 mal heruntergeladen.


Beatsteaks

www.beatsteaks.com

www.myspace.com/beatsteaks

„Wie kannst Du bei den Beatsteaks ruhig sitzen bleiben, wenn Dir doch Schlagersänger Tränen in die Augen treiben?“ um mit einem Zitat von den Ärzten einzusteigen. Die Beatsteaks kommen, genau wie die Ärzte, aus Berlin und hatten 2002 mit ihrem 3ten Album „Living Targets“ den Durchbruch in Funk und Fernsehen. Und spätestens 2004 waren sie deutschlandweit mit „Hand in Hand“ oder I Don't Care As Long As You Sing" in aller Munde. Ihr letztes Album erschien 2008: „Kanonen auf Spatzen“ ist eine Live-Platte und dokumentiert die besonderen Fähigkeiten der Band. Es folgte eine goldene Schallplatte, das heißt über 100.000 verkaufte Alben. Zuletzt ist es etwas ruhig geworden um die 5 Jungs aber vielleicht können wir uns im Festivalsommer 2010 auf neue Songs, oder sogar auf ein neues Album freuen?


Biffy Clyro

www.biffyclyro.com

www.myspace.com/biffyclyro
 

Biffy Clyro fanden bereits 1995 zusammen, als sich Simon Neil (voc, guit) und die Zwillinge James (b, voc) und Ben Johnston (dr, voc) an der Schule etwas außerhalb von Glasgow trafen, um miteinander Musik zu machen. Vereint durch die unerschütterliche Liebe zum Rock-Underground, Experimental-Rock und Post-Hardcore, fanden sie überdurchschnittlich schnell zu ihrem eigenen Sound: aufwühlend ungerade Tempi, kratzende und unvorhersehbare Gitarrensätze, Vocals mit herrlichen Melodien und animalischen Schreien. Das alles wurde zu einem Klangteppich verwoben, der sich von allem anderen, was zu dieser Zeit En Vogue war, deutlich unterschied. Ihr neues, aktuelles Album "Only Revolutions" ist, kurz gesagt, ein Rock-Monster. Es ist das packende Dokument einer Band, die sich kaum Grenzen setzt.


Bigelf

www.bigelf.com

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Harter Rock kann ganz schön pompös, Progrock sehr gewaltig und ehrfurchteinflößend sein. Wenn man Bigelf heißt und keinen Einfluss von den Beatles über Deep Purple, Black Sabbath und King Crimson bis hin zu Pink Floyd, Queen oder Gentle Giant außer Acht lässt. Wenn man sich auf die Musik konzentriert und sich nicht auf Labels, Alben, Industrie und kurzsichtige Manager verlässt. Wenn man Jahre braucht, um etwas Neues in die Plattenläden zu bringen, dann aber jedes Mal die Fans aus den Latschen kippen lässt. Wenn man das Rock-Instrumentarium erweitert um Mellotron, Moog und Hammond. Und wenn man tourt, tourt, tourt, bis die Präzision da ist, die es für die Musik und für die Show von Bigelf braucht. Psychedelischer Progrock aus Los Angeles kombiniert mit einer Freakshow, die niemand verpassen darf, der Rock und Jahrmarkt mag. Denn was hier geboten wird, ist wirklich einzigartig, es fehlt eigentlich nur die Frau ohne Unterleib. Ansonsten ist alles da was Rang und Namen hat, ein Instrument spielen oder singen kann. Hier wird der Wahnsinn noch liebevoll von Hand gemacht. Die Band nennt es die „Gravest show on earth“. So ist es, und es ist verrückt und es ist gut.


Billy Talent
 

Über Billy Talent müssen wir kein Wort mehr verlieren, schließlich rauschten die Rocker wie ein Wirbelwind durch die Charts und verzückten mit ihrer neuen Platte „III“ alle Freunde von Shouting und Vocals, knackigen Gitarrenriffs und perfekter Balance von Druck und Transparenz im Sound. „Billy Talent III" ist ein konsequenter Schritt nach vorne. Was will man schon machen, wenn man so nach oben schießt wie die Kanadier, wenn man in Deutschland locker auf die eins der Charts geht und überall Platin holt, wenn man auf Touren und bei Festivals die Massen rockt? Klar, man sucht sich neue Herausforderungen, macht einen Scherz mit seiner Plattenfirma und wünscht sich Brendan O'Brien als Produzent der nächsten Scheibe. O'Brien, auch Mr. Grunge genannt, hat ein beeindruckendes Portfolio von Bands, mit denen er gearbeitet hat; um nur ein paar Namen zu nennen: AC/DC, Bruce Springsteen, Red Hot Chili Peppers (Blood Sugar Sex Magik!), Rage Against the Machine, Aerosmith, Pearl Jam, Stone Temple Pilots, Bob Dylan, Neil Young, Soundgarden, Limp Bizkit, Korn, The Black Crowes etc. O'Brien hat also auch einer Menge Bands zu dem Sound verholfen, den das Quartett in der Jugend vergöttert hat. Noch besser war aber, dass der große Meister tatsächlich seinen Terminkalender freiräumte, um aus „Billy Talent III" ein Meisterwerk zu machen.


Bonaparte

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Wer sein Debüt- Album „Too Much“ nennt, sollte eine ganze Menge zu bieten haben. Das haben Bonaparte ganz sicher, denn ihre verrückte Bühnenshow mit viel nackter Haut und akrobatischen Einlagen begeistert nicht nur dir Kritiker. Die buntgemischte Band mit Musikern aus Deutschland, Brasilien, Neuseeland, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Panama und Polen überzeugt aber nicht nur mit ihrer Bühnenshow, sondern auch mit witzigen, leicht verständlichen, aber überwiegend kritischen Texten. Der Name kommt nicht von ungefähr und so kann man sagen, dass Bonaparte rebellieren und demonstrieren und das mit ganz viel Spaß für ihre Fans!


Boys Noize

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Hinter Boys Noize steckt der Berliner Alexander Ridha, der prominente Anhänger hat: Soulwax, Justice, Daft Punk - alle outen sich als Fans des DJ/Producers, dessen Remixes für Depeche Mode, Feist, Bloc Party & Kaiser Chiefs weltweit DJs & Partycrowds begeistern und dessen MySpace-Seite schon jetzt eine der Meistfrequentiertesten des Genres ist. Das 2007 erschienene Debutalbum "OiOiOi" ist eine 14-Track-Electroclash-Party aus rockigem Electro & Techfunk in analoger Produktion, die Soulwax zum kurzen & prägnanten Statement veranlassten: "This album is a KILLER!". Mit dem im Herbst 2009 erschienenen Nachfolger „Power“ knüpft Boys Noize an den Erfolg an.


Bratze

www.bratze.eu

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Nein, das ist in diesem Fall keine Person mit wenig Körperbekleidung und eingeschränktem Wortschatz, sondern eine außerordentlich begabte Indie-Elektro Band. Norman Kolodziej aka Der Tante Renate und Kevin Hamann aka ClickClickDecker trafen sich 2006 in Flensburg und nahmen dort den Titel „Jean-Claude“ auf, der wenig später im Internet kursiert. In kurzer Zeit bekamen die beiden so viele Anfragen auf mehr Titel, dass sie kurzer Hand beschlossen, die Band Bratze zu gründen. Das aktuelle Album „Korrektur nach unten & die Notwendigkeit einer Übersetzung” ist phänomenal. Intelligente Texte und eingehende Elektrobeats laden zum freudigen Ausrasten ein und man kann garantiert nicht still stehen.


Charlie Winston

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Als Peter Gabriel vor zwei Jahren auf seine Europa-Tour ging, wurde er von einem Songwriter supportet, der als großer Geheimtipp der Songwriter-Riege gehandelt wurde. Inzwischen kann man auf das „Geheim“ dabei getrost verzichten, denn mit seinem aktuellen Album Hobo und seiner herrlich verspielten Single „Like A Hobo“ steht Charlie Winston nun kurz vor seinem internationalen Durchbruch. Charlie Winston wuchs als Sohn zweier fahrender Folkmusiker auf, die sich in Suffolk niedergelassen hatten, wo sie ein Hotel führten, in dem sich Musiker, Orchester und Schauspieler die Klinke in die Hand gaben. Mit acht Jahren lernte Charlie Winston Schlagzeug, wenig später Klavier, gründete noch im Jugendalter seine erste Band „Body Clock“ und verließ im Alter von 17 Jahren schließlich seine Heimatstadt gen London, um dort die Brunel-Musikhochschule zu besuchen. Weil ihm der theoretische Umgang mit etwas, was für ihn schon seit Kindertagen Leidenschaft war, nicht zusagte, verließ er die Hochschule nach zwei Jahren wieder und spielte stattdessen Bass in der Band seines Bruders. Über die Jahre war Charlie Winston als Komponist für verschiedene Theaterproduktionen, Kurz- und Werbefilme tätig und arbeitete als Studiomusiker gemeinsam mit verschiedenen Künstlern


Coheed & Cambria
 

Keine Band hat ein eindrucksvolleres Konzept-Album geschaffen als die New Yorker Band Coheed & Cambria. Als Grundlage für ihre Songs erschufen sie eine Fantasycomicwelt, in der ein Pärchen, Coheed und Cambria Killgannon, die Hauptrollen spielen und gegen Weltraummonster kämpfen. Die Songs der inzwischen 4-teiligen Saga, "The Bag Online Adventure Of Coheed And Cambria" sind sehr abwechslungsreich: Mal klingen sie traurig, mal düster, mal wie eine vor Energie strotzende Marschhymne. Die Progressive Rocker, die auch gerne mal einen kleinen Seitensprung zum Emo machen und so des öfteren ihre zahlreich vertretenen Fans verwirren, sind nach zahlreichen US- und Asien-Tourneen wieder in Europa unterwegs und werden auch beim Hurricane Festival dabei sein.


Cosmo Jarvis

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Auch wenn Cosmo Jarvis von sich sagt, er hätte am liebsten in den 60ern oder 70ern gelebt, seine Musik passt doch am ehesten in die Gegenwart. Der 19jährige nimmt seine Songs allein im heimischen Studio auf, wo fast täglich neue Stücke entstehen. Bei diesem ungeheuren Output ist es kein Wunder, dass sich die Songs nicht auf einen Stil beschränken. Folk, Pop, Reggae und Rock wechseln einander ab oder werden einfach kombiniert. Die Texte beschreiben die Lebenswelt von Teenagern so unverkrampft ehrlich und selbstironisch reflektiert wird, dass es auch für Ältere eine Freude ist, genauer hinzuhören.


Cymbals Eat Guitars

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Cymbals Eat Guitars ist ein Indireockband aus New York. Sie besteht aus Joseph D’Agostino (Gitarre, Gesang), Matt Whipple (Bass, Gesang), Matthew Miller (Drums) und Brian Hamilton (Keyboard, Gesang). Nach dem sie in Amerika vergeblich nach einem Plattenvertrag suchten, begannen sie Ihre erste Platte (Why There Are Mountains) selbst zu promoten und stellten diese mit in die wichtigsten Plattenläden Amerikas. Kurze Zeit später wurden dann auch die Plattenlabels auf sie aufmerksam und sie kamen bei „Sister’s Den“ unter. Die Einflüsse und Vergleiche reichen von Weezer über Pavement zu Modest Mouse und Arcade Fire. Ruhige Passagen wechseln sich mit epischen Breitwandattacken ab, wobei der Gesang von D’Agostino der Musik eine besondere Spannung verleiht.


Danko Jones
 

„Do you kiss on the first date?“ - So gut wie jeder hat diese Textzeile mal mit gegrölt, wenn in der Kneipe seines Vertrauens Danko Jones gespielt wurde. Kaum verwunderlich. Die kanadische Band, die Frontmann Danko Jones nach sich selbst benannt hat, begeistert durch einen energiegeladenen und unverwechselbaren Sound aus Hard Rock, Blues und Punk. Im Mai 2010 soll das fünfte Stuioalbum „Below the Belt“ erscheinen. Die Liveauftritte von Danko Jones sind legendär. Es gibt also viel Grund zur Freude, dass Danko Jones beim Hurricane Festival dabei sind.


Deftones

www.deftones.com

www.myspace.com/deftones
 

Seit Carpenter, Moreno und Cunningham im Jahr 1988 mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Metal-Riffs, Skatepunk und HipHop-Beats zusammen gekommen waren, klangen sie anders als alle anderen Bands. Und im Laufe der Jahre schmiedeten sie ihren Stil, der heute unverwechselbar und einmalig ist. Deftones haben mit Nu-Metal eine Musikrichtung erfunden obwohl sie selber immer vielschichtiger agiert haben. Ihre Musik hat eine berauschende Intensität und gehört für jeden Festivalgänger und Rockmusiksympathisanten zum Pflichtprogramm. Die neue Single „Rocket Skates“ gab es bereits vorab als Free Download, am 14. Mai erscheint das dazugehörige, brandneue Deftones-Album „Diamond Eyes“. Es ist das erste Studioalbum seit dem tragischen Unfall von Bassist Chi Cheng, der sich nach wie vor im Koma befindet und für den Moment von Sergio Vega ersetzt wird. In der Fangemeinde ist das Aufatmen groß – „Diamond Eyes“ kann durchaus als eine Art Befreiungsschlag nach den turbulenten letzten Monaten für die Band gewertet werden.


Deichkind

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In einer vernaddelten Welt, in der Menschen Drogen nehmen müssen, um in ihrem Job funktionieren zu können, sind DEICHKIND die Retter vor dem großen Stumpf. Der Prostitution, die sich durch alle Schichten unserer Gesellschaft zieht, vom Politiker bis zur TV-Nutte und ihren Zuhältern, setzen die Hamburger Hymnen der Dysfunktion und des eigenen Versagens entgegen. Nichts bringt das deutlicher auf den Punkt als der Titel ihres vierten Albums, “Arbeit nervt!”. Genau! Das wollten wir doch auch gerade sagen, oder doch lieber nicht?


Dendemann

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Dendemann ist wieder da und hat ne neue Scheibe dabei! Anfang April erscheint „Vom Vintage Verweht“, ein live eingespieltes Studioalbum, mit Moses, dem tapfersten Schneider des Landes an den Reglern und einer Musik, die Dendemann 13 Runden lang Chef im Ring sein lässt. Neue, bässere Beats treffen auf die gute alte Gitarre, als wären Rap und Rock noch genauso dicke Kumpels wie einst. Über diese gefährlich rumpelnde Mischung perfektioniert Dende alles was ihn sowieso schon vom Rest unterscheidet und teilt energiegeladener denn je seine Sicht der Dinge. Gross! Bekannt geworden als die Reibeisenstimme von Eins,Zwo hat er sich schon mit seinem ersten Solo-Album „Die Pfütze des Eisbergs“ in die Herzen und Hirne der Fans getextet, Toursupport für die Beatsteaks und Grönemeyer gespielt und auf seinen Konzerten Musikliebhaber aus allen Lagern vereint.


Does It Offend You, Yeah?

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“Regt dich das auf, ja?" - das ist die Übersetzung von Does It Offend You, Yeah? Diese Band, die schon mit Daft Punk und DAF verglichen wurde, zeigt nicht nur mit ihrem Namen, dass sie ungewöhnlich, unbändig, aufrührerisch und laut ist. Das Debütalbum der in Reading, UK beheimateten vierköpfigen Band „You Have No Idea What You're Getting Yourself Into" erschien 2008. Der Titel bringt es auf den Punk: Eine große, herrlich stolzierende Verschmelzung von 80er-verliebten und ebenso vorausschauenden, Zukunftsliebenden Tech-Rock, drapiert mit derben Pop Sounds. 2010 erscheint ihr zweites Album „Don't Say We Didn't Warn You“. Dazu kündigt die Band an: "The last album we had tracks that sounded like two people doing a production dance track and we had tracks that sounded like five people playing in a band. This album's an amalgamation of those two things so it's got like an electronic spine to the album and it's not so diverse. It's more like us playing live in a studio."


Donots

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Die Donots haben ein neues Album gemacht: „The Long Way Home“ kommt im März in die Läden, ziemlich genau zwei Jahre nach dem Vorgänger „Coma Chameleon“. Das Artwork ist wieder bestechend und die Musik wieder krachig, wie wir es von den Jungs gewohnt sind, die seit Langem dafür sorgen, dass mehrere Generationen Punkrock-affiner Menschen den Namen des amerikanischen Hefegebäcks falsch schreiben (wer es nicht glaubt, schlage im Wörterbuch nach). Die Band rettete sich, seinerzeit auf den Fehler aufmerksam gemacht, in die Ausrede, dass sie eigentlich The Do-Nots hießen. Hat aber auch nie jemand geglaubt, sind die Männer aus dem Tecklenburger Land doch unablässig mit Musik beschäftigt. Entweder die Donots schreiben neue Songs oder sie sind unterwegs, um sie live zu präsentieren. So auch dieses Mal: dass die Donots live noch x-mal lauter, roher, krachiger, energiegeladener und besser sind, muss man wohl niemandem mehr erzählen!


Dropkick Murphys

www.dropkickmurphys.com

www.myspace.com/dropkickmurphys
 

Die Dropkick Murphys sind wahrscheinlich die amerikanischste aller amerikanischen Punkbands. Sie haben schon auf der Beerdingung eines US-Soldaten gespielt und schwenken bei Konzerten zuhause auch mal das Star-Spangled Banner. Auf der anderen Seite sind sie die irischste aller amerikanischen Punkbands, kommen die Jungs doch auch Boston, wo der St. Patrick’s Day bis heute einer der höchsten Feiertage im Jahreslauf ist und DKM jährlich auf dem Bostoner St. Patrick-Festival auftreten. Aber Widersprüche sind im Punk ja nicht unbekannt und zumindest auf der Bühne sorgt die Universalität von Musik für Einigkeit. Auch auf dem jüngsten Album „The Meanest Of Times“ bleiben sich die Jungs treu: Irish-Folk-Punk, Songs übers Trinken, die Folgen übermäßigen Whiskey-Konsums, traditionelle irische Folklore-Lieder, das Kleeblatt und natürlich die entscheidenden Vorteile, in einer harmonischen, irischstämmigen Familie aufzuwachsen. Anders gesagt: Die erste Wahl wenn es um laute, fröhliche und trinkfeste Punkmusik geht, sind und bleiben die Dropkick Murphys.


Element Of Crime

www.element-of-crime.de
 

Das karge Brot der Wahrheit wird bei Element Of Crime gerne geteilt. Eigentlich ist es nicht wichtig: wie lange es diese Band schon gibt, was sie schon alles gemacht und welche Bedeutung sie in der deutschen Musiklandschaft gewonnen hat. „Immer da wo du bist bin ich nie“ heißt es 2010, und man möchte analog dazu ausrufen: sie sind immer da, wo man sie gerade nicht vermutet, denn wenngleich dieses Album die unverwechselbare Handschrift von ELEMENT OF CRIME trägt und jedes Lied dem, der die Band kennt, zugleich neu wie auch vertraut vorkommt, so hat es doch einige Eigenheiten, die wir so nicht erwartet hätten: einen folkige Frische, die einem die Ohren freibläst, eine herbe Schönheit, die ein bisschen auf die Frühphase der Band verweist, auf die englischsprachigen 80iger Jahre, als man sie in aller Hilflosigkeit wahlweise (und wahllos) mit Velvet Underground, Bo Diddley oder Bob Dylan verglich. Es gibt da diese Tendenzen zum Lärm und zum Stampfen, zu Hammond-Orgel, Tambourin und Feedback-Gitarre, und wenn wir bei dieser Platte von Streichern sprechen, dann reden wir nicht vom süßen Schmelz, sondern eher von der „kratzig Violin“, wie sie 1991 in einem Text auf der Platte „Damals hinterm Mond“ erwähnt wurde. Die aktuelle Tournee war bis auf wenige Ausnahmen komplett ausverkauft.


Enter Shikari

www.entershikari.com

www.myspace.com/entershikari

Wer die Musik von Enter Shikari schon einmal gehört hat weiß, dass es nicht einfach ist sie zu beschreiben. Auf der einen Seite gibt es die Screamparts von Sänger Roughton „Rou“ Reynolds, bzw. generell den Hardcore Stil der Briten, und auf der anderen Seite hört man tranceartige Rhythmen die so überhaupt nicht dazu passen wollen. 2003 war das Gründungsjahr der Jungs aus St. Albans in Britanien. Nachdem Auftritt bei dem Myspace Newcomer Festival 2006 und diversen Support-Touren wurden bislang zwei Platten veröffentlicht. Das Debutalbum „Take Me To The Skies“ 2007 und ihre aktuelle Aufnahme „Common Dreads“ aus 2009. Einen Vorgeschmack auf ihre Live Kompetenzen gab es auf der Prodigy Tour 2009, wo sie erneut als Support mit unterwegs waren.


Erol Alkan

www.erolalkan.co.uk

www.myspace.com/erolalkan
 

Erol Alkan kommt 1978 im Norden Londons als Sohn türkischer Eltern zur Welt. Er entdeckt die Musik und stürzt sich in die Clubszene, um seiner Leidenschaft nachzugehen: dem DJ-ing. Mit Anleihen von dem New Order Klassiker „Blue Monday“ wird sein Bastard-Remix von Kylie Minogues „Can't get you out of my head“ bei den Brit-Awards 2002 über Nacht weltbekannt. Danach wird er für Parties der Modewelt gebucht, aber hinterlässt auch in der Clublandschaft ein erstauntes und verzücktes Publikum. 2005 bringt Erol Alkan eine weitere Mix-CD namens „A Bugged Out Mix“ heraus, auf der unter anderem Étienne De Crécy, Gonzales und Nirvana vertreten sind. Die aktuelle Veröffentlichung ist eine Mix-EP „'Waves' b/w 'Death Suite“ mit Alex Ridha alias Boys Noize von 2009.


Faithless

www.faithless.co.uk

www.myspace.com/faithless
 

"Eine Dance-Band, aber ohne Arschgrapscher-Peinlichkeiten. Über alle Maßen erfolgreich, aber niemals plump oder gar zu offensichtlich. Spirituell erhebend, multikulti und -gender, aber ohne jemals Gefahr zu laufen, zum GAP-TV-Spot zu verkommen. Faithless sind alleine qua Existenz ein Wunder. Sie sind ein nationales Kulturgut." (New Musical Express) Einerseits stets melodisch, sprengen Faithless-Songs in punkto Sound von jeher Grenzen. Die Band schreckt vor keinem Experiment zurück und bringt stets zum Ausdruck, was sie gerade bewegt. Moden (und Bands) kommen und gehen, aber Faithless waren immer präsent und haben ihr Ding gemacht.


Florence and the Machine

www.florenceandthemachine.net

www.myspace.com/florenceandthemachine
 

Ihre besten Songs schreibt Florence Welch, wenn sie betrunken oder richtig schön verkatert ist, weil sich genau dann die nötigen Freiräume auftun, ihr dann die wildesten Ideen kommen, die sich wie von selbst aus den Fragmenten zusammensetzen, die sie in ihren Skizzenbüchern und Hirnwindungen mit sich herumträgt. „Du denkst vollkommen klar", erklärt sie, „aber trotzdem bist du nicht ganz da. Du schwebst durch deine eigenen Gedanken und kannst unterwegs all das einsammeln, was du für den jeweiligen Song brauchst." Es gibt Menschen, die sie mit Kate Bush vergleichen. Aber zugleich finden sich in ihrer Musik auch düstere Elemente à la Tom Waits und Nick Cave, und sollte jemand einen Hauch von Björk raushören, nimmt sie das ebenfalls gerne als Kompliment entgegen. Dennoch steht Florence im Großen und Ganzen allein auf weiter Flur: Ist das Indie-Pop, City-Folk, Gute-Laune-Melancholie, Dance-Songwriterei, Rumpel-Rumba oder was? Nicht einzuordnen, es sei denn, man fragt die Künstlerin selbst: „I make the kind of music Lily Allen or Kate Nash would make if they'd grown up locked in a cage full of snakes in the basement of a Louisiana funeral home."


FM Belfast

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Wenn man kein Geld für Weihnachtsgeschenke hat, versucht man sich anderweitig zu helfen. So auch die zwei Freunde Arni Hlodversson und Loa Hjalmtysdottir aus Island. Sie produzierten als Geschenk einen Elektro-Popsong, den sie unter den Tannenbaum von Freunden und Verwandten legten. FM Belfast wurde am Heiligabend 2006 noch durch zwei weitere Freunde verstärkt. Dies war der Beginn einer Band, die mit einem eigenen Sound alle Klischees der Isländischen Popszene bricht und das Publikum mit ihrem groovigen Electro-Pop in eine Art Ekstase versetzt. So ist es auch kaum verwunderlich, dass bei ihren Auftritten schon mal Teile des Publikums auf die Bühne stürmen und zusammen mit der Band feiern. Ein absoluter Festival-Geheimtipp.


Frank Turner

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Manchmal darf man sich schon wundern, dass ein ehrlicher Künstler doch endlich mal Erfolg hat. Da spielt sich Frank Turner jahrelang durch die Clubs, zunächst mit seiner Punkband Million Dead, später solo als Singer/Songwriter, wartet auf den großen Erfolg und bleibt dabei immer schön bescheiden und klug. Und auf einmal kommt sind alle Konzerte ausverkauft und ganz Deutschland und Europa liegen ihm zu Füßen. Und dieser moderne Billy Bragg, dieser fröhliche Moralist, dieser wunderbare Geschichtenerzähler sitzt da, selbstbewusst und trotzdem ein bisschen verlegen und sagt „Dankeschön!“ Dabei ist diese Karriere doch so etwas wie ein Gottesbeweis oder gibt einem wenigstens Hoffnung, dass es so etwas wie Gerechtigkeit in der Welt gibt. Das allerschönste daran aber ist, dass uns Frank Turner nach einer Hallen-Tournee auch beim Hurricane und Southside Festival beehrt.


Frittenbude

www.frittenbude.blogsport.de

www.myspace.com/frittenbude
 

Schlaflieder sind ja so was von gestern. Frittenbude mixen Elektro-Dance mit Rap, Punk und Indie und entwickeln damit Popmusik von heute der dich mit Sicherheit wach hält. Frittenbude entwirft den passenden Soundtrack zu den dunkleren Seiten des schillernden Nachtlebens. Sie schwanken zwischen Aggression, Anarchie und Selbstzerstörung, eine Mischung die bei den Kids, die sich in den Texten wieder finden, gut ankommt. Eine echte Liveband, die auch was zu sagen hat.


Horse the Band

www.asssnake.com/horsetheband

www.myspace.com/horsetheband
 

Nintendocore, so nennt sich das Genre von Horse the Band. Diese experimentelle amerikanische Hardcore/Metalcore–Combo aus Kalifornien verwendet in ihrer Musik Synthesizer, um Sounds zu erzeugen, die man sonst nur vom GameBoy her kennt. 2009 feierten die Pioniere auf diesem Gebiet ihr 10-jähriges Bestehen und veröffentlichten ihr neues Album „Desperate Living“. Dieses Werk war sicherlich inspiriert von ihrer dreimonatigen „Earth Tour“. Horse The Band hatten es satt, den Regeln der Musikindustrie zu folgen und schrieben ihre eigenen. Statt einer weiteren US-Tour, buchte die Band kurzerhand – auf eigene Kosten bzw. mit geliehenem Geld– eine Tour rund um den Globus durch 45 Länder zusammen. „Wir hatten kein Sicherheitsnetz. Tatsächlich hatten wir das Geld nicht, wir mussten es einfach verdienen bis die Rate fällig wird. Rückblickend macht das keinen Sinn. “ sagt Keyboarder Erik Engstrom. Horse The Band haben auf der Tour 100.000 Dollar ausgegeben, indem sie 5 Kreditkarten bis zum Limit ausschöpften, und am Ende 99.000 Dollar verdient und zurückgezahlt.


Hot Water Music

www.hotwatermusic.com

www.myspace.com/hotwatermusic
 

Nachdem Chuck Ragan im vergangenen Jahr seine Fans mit einem Soloprogramm beglückte, ist es nun wieder Zeit, so richtig die Fetzen fliegen zu lassen. Dafür braucht man nur noch die anderen drei Jungs von Hot Water Music und schon kann es los gehen. Als Solo-Künstler war der Punker Chuck Ragan eher auf Schmusekurs unterwegs. In der Vollbesetzung ist aber von den vier Jungs aus Florida eine ordentliche, druckvolle und beeindruckende Portion Punkrock zu erwarten. Ihre aufwendigen Akkordfolgen, ihre komplexen Melodien, ihren heiseren, zweistimmigen, harmonischen, melancholischen Gesang hört man sich gerne immer und immer und immer wieder an. Ohne Hot Water Music wäre die Welt und die Welt des Punk und Postpunk eine andere, und es bleibt für immer richtig, diese Band zu unterstützen, anzuhören und sich bei ihren fulminanten Liveshows mitten in den Moshpit zu stürzen.


Ignite

www.igniteband.com

www.myspace.com/ignitemusic

IGNITE aus Orange County sind nicht einfach eine weitere Punk Rock / Hardcore Band. Sie tragen kein Make-Up. Image ist ihnen egal. Sie sind nicht heute da und morgen schon wieder von der Bildfläche verschwunden. Sie sind keine müden Szenestars, die krampfhaft an der Vergangenheit festhalten. Also was sind IGNITE? Eigentlich keine besonders kniffelige Frage.

IGNITE, die bereits seit über 10 Jahren Musik zusammen machen, sind eine erfolgreiche internationale Band mit einer treuen und fanatischen Anhängerschaft. Ihre Fanbase erstreckt sich dank ihres jahrelangen Tourmarathons über 30 Länder weltweit. In Europa, Australien, Südamerika und ihrer Heimat USA wird die Band von ihren Fans verehrt wie kaum eine andere, weshalb sie ihr Leben auch mehr oder weniger „on the road“ verbringen: Um ihren Fans das zu geben, was sie wollen.

IGNITE sind eine Rockband mit Wurzeln im Hardcore, eine Rockband, die eine Reihe von Umweltprojekten wie Ärzte ohne Grenzen, Habitat For Humanity, Sea Shepherds, Project Blue Sea und Earth First unterstützt. IGNITE haben alle Einkünfte aus diversen 7 Inches, 10 Inches und Split CDs für diese Zwecke gespendet. Ihre drei Alben „A Place Called Home“ (2000), „Past Our Means“ (1996) und „Call On My Brothers“ (1995) genießen alle ihren Platz im Hardcore-Olymp.

Am wichtigsten ist aber, dass IGNITE eine Rockband sind, deren Musik nicht allein Veränderung heraufbeschwört oder etwas vermitteln möchte. Ihr Sound ist eingängig, gut komponiert und zeitlos genug, um in Euer Gehirn, Euer Blut und Euer Herz vorzudringen - ihre Songs bleiben für immer bei Euch. Auf „Our Darkest Days“ präsentieren sich IGNITE mit einer positiven Eigendynamik und offenbaren eine gereifte Version des intelligenten, sozial und politisch bewussten, melodischen Hardcores, den ihre Fans erwarten. Allerdings sind diese Songs nicht nur für die rebellische Jugend ihrer treuen Fans bestimmt, sondern werden den Test der Zeit überstehen, und so ist es nicht auszuschließen, dass Ihr sie noch hören werdet, wenn Ihr selbst einmal Kinder habt.

Auf „Our Darkest Days“ haben sich IGNITE auch jenseits ihrer Punk/Hardcore Basis weiterentwickelt. Sicher, Songs wie „Bleeding“ und „Let It Burn“ haben so viel Energie, dass man meint Sänger Zoli Teglas, sein Langzeit-Brother-In-Crime Brett Rasmussen und ihre Crew hätten diverse Kästen Red Bull vernichtet, bevor sie „Our Darkest Days“ aufnahmen. Die Tiefe und Weite des fokussierten Songwritings auf diesem Album spricht jedoch für sich. IGNITE haben einmal mehr Wert auf melodische Details und die Kraft der großartigen Stimme von Zoli Teglas gelegt.

„Cameron Webb [Produzent] von der Vorproduktion bis zum Mastering hinter diesem Album zu haben hat IGNITE ein großartiges Element hinzugefügt,“ enthüllt Teglas. „Er hat tolle Alben produziert, wie etwa die letzten Langrillen von Social Distortion und Motörhead. Uns hat er geholfen über unseren Tellerrand hinauszuschauen und unser Songwriting zu verbessern. Dabei hat uns dazu angespornt noch mehr Melodie in die Songs zu integrieren.“ Zweifelsfrei hat er recht! „Bleeding“ gibt mit seiner wütenden und dennoch melodischen Prägung die Richtung des Albums vor. Es ist außerdem IGNITEs Kommentar zu der amerikanischen Besetzung des Iraks und der dazugehörigen Regierung. „Poverty For All“ verkörpert eine neue klangliche und songwriterische Erfahrung für IGNITE. Der Song behandelt den politischen Kampf und Kommunismus, der Teglas’ Heimatland Ungarn geplagt hat und ist schon deshalb anders, weil „wir nie zuvor einen solch schnellen Beat hatten und er uns die erfrischende Möglichkeit gibt einen schnellen Song zu spielen,“ sagt Bassist Brett Rasmussen. „Let It Burn“ wird sich mit seinem Breakdown, der Absage an Alkoholmissbrauch und den Gang-Shouts ganz sicher bald zum Liebling der Fans entwickeln. Dennoch ist es die perfekte Melodie, die den Song im Ohr haften bleiben lässt. Ähnlich werdet Ihr die Melodien von „Our Darkest Days“ noch Tage lang vor Euch hinsummen, nachdem ihr das Album gehört habt.

Was IGNITE für Rock Fans aller Altersklassen interessant macht ist, dass „Our Darkest Days“ laut Rasmussen „eine gute Mischung aus Hardcore, Punk und Rock ist. Zoli bringt eine erfrischende Singstimme in die eher von Shouts dominierte harte Rockwelt. Die Songs haben textlichen Inhalt mit Bedeutung und einprägsame Melodien.“

In der heutigen, völlig überfüllten Rockszene ist es lebenswichtig heraus zu stechen und den Leuten im Gedächtnis zu bleiben. IGNITE haben die Kunst auf „Our Darkest Days“ gemeistert Songs mit Ohrwurmcharakter zu schreiben, ohne auch nur einen Hauch von Intensität, Aggression oder Herz zu verlieren. (Amy Sciaretto)


Jack Johnson

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Von Jack Johnson hörte man nicht im Radio und las nicht über ihn in Magazinen, sah ihn nicht auf riesigen Plakatwänden und auch nicht im Musikfernsehen. Den charmanten Songwriter lernte man auf anderem Wege kennen: z.B. über den besten Freund, der einem Johnsons in Amerika bereits 2003 erschienenes Album „On And On“ damals mit den Worten „das wird Dir bestimmt gefallen“, behutsam in die Hand gab. Und weil jeder einen guten Freund hat und weil es einfach schier unmöglich war, sich den zurückgelehnten Sonnen-Melodien des surfenden Songwriters zu entziehen, dauerte es nicht lange, bis Jack Johnson hierzulande das wurde, was er heute ist: ein Superstar. Wie das neue Album von Jack Johnson heißen wird, steht noch in den Sternen über Hawaii. Dass es Anfang Juni 2010 veröffentlicht und bereits im April die erste Single-Auskopplung einen Hauch von Sommer durch die Radiostationen wehen lassen wird, steht hingegen bereits fest.


Jennifer Rostock

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Ein bisschen Punk. Ein bisschen Pop. Ein bisschen NDW. So richtig festlegen kann man sich bei der Musik von Jennifer Rostock nicht. Schnelle Drums, schrammelige Gitarre und nervige Keyboards. Irgendwo zwischen Sixties und Übermorgen. Mit intelligenten Texten zwischen Rotz und Poesie. Und live entfaltet sich der Sound nochmal auf einer ganz neuen Ebene – noch lauter, noch schneller und auf jeden Fall tanzbar. Die Show strotzt vor Selbstbewusstsein, Spontaneität und ist ganz gewiss nicht das, was man von einer vermeintlichen Deutschrock-Band erwarten würde. Im positiven Sinne!


K's Choice

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Kaum eine Band hat es geschafft, sich 20 Jahre lang so konsequent in die Herzen von Musikliebhabern zu spielen. Auftritte von K’s Choice, der Band um Sarah Bettens und ihrem Bruder Gert, bestechen durch ihre Intimität und die umwerfende Mischung aus einfühlsamen Texten und druckvollen Gitarren. Fest steht, sie haben den Post Grunge geprägt wie kaum eine andere Band. Kein Wunder also, dass K’s Choice im Laufe ihrer Bandgeschichte bereits mit namhaften Künstlern wie z.B. Indigo Girls, R.E.M. und Alanis Morissette auf Tour waren.


Katzenjammer

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Die vier Norwegerinnen, die mit ihrer Musik Herzen im Sturm erobert haben, sind beim Hurricane / Southside dabei. Im August kam das Album „Le Pop" endlich auch bei uns in die Läden. Darauf spielen die Multiinstrumentalistinnen alles andere, aber auch Pop. Die Einflüsse reichen von Django Reinhardt, Tom Waits, Spellemann Hansen (den letzten vollberuflichen skandinavischen Drehorgelspieler), Tim Burton, bis zu Walt Disney und Astrid Lindgren. Ähnlich umfangreich ist ihr Instrumentarium: Neben den herkömmlichen Musikmachgeräten kommen unter anderem Akkordeon, Mandoline, Banjo, eine Selbstbemalte Kontrabassbalalaika, Glockenspiel, Trompete, Kazoo, Melodika, Drehorgel und ein paar Keksdosen zum Einsatz. Man schaue beispielsweise das Making-of-Video ihres Songs „Demon Kitty Rag", wo man sehen kann, wie eine Milchkanne zum Schlagzeug wird. Dazu kommt ein harmonischer Chorgesang, der Spaß an Texten und eine umwerfende Musikalität. Katzenjammer sind die abgefahrenste Girl-Rock-Folk-Pop-Band, die derzeit durch die Musikgeschichte rast.


La Roux

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Noch vor kurzem begnügte sich die 20-jährige Sängerin Elly Jackson mit einer Gitarre. Die Zusammenarbeit mit dem Produzenten Ben Langmaid veränderte aber ihre musikalische Orientierung und statt der Gitarre wurde nun der Synthesizer zum wichtigsten Element ihrer Songs. Das Duo La Roux hat es geschafft einer schon fast tot geglaubten Musikrichtung wieder neues Leben einzuhauchen. Durch die gelungene Mischung aus 80er-Jahre Elektro- Pop à la Depeche Mode und der kräftigen Stimme von Elly Jackson schaffen sie es beim Hörer, enorme Gefühle und Emotionen zu wecken. Diese Entwicklung gipfelt in den Songs von La Roux, in denen zeitlose elektronische Sounds mit typischen Tanzrhythmen des jungen Jahrtausends und dem Gespür für klassisch gutes Songwriting und Wortwitz gepaart wird.


LaBrassBanda

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Einige Medienleute tun sich schwer den Musikstil zu beschreiben. Für manche ist es Bayerischer Gypsy Brass, für andere wiederum Balkan Funk Brass oder noch viel besser Alpen Jazz Techno. Der Sound ist das logische Ergebnis des Zusammentreffens fünf junger Musiker, allesamt mit bayrischer Herkunft, und doch komplett unterschiedlicher Prägung. So klingt eben eine Band, deren Mitglieder ihre Wurzeln nicht verleugnen, und dennoch immer Augen und Ohren offen halten für Neues. "Warum soll bayerische Musik auch immer nur Bierzelte füllen und nicht die Clubs?", fragten wir uns, und schon war LaBrassBanda geboren. Die Coolness englischer Gitarrenrockbands liegt ihnen nicht im Blut und dennoch haben sie das große Glück den Rock’n’Roll so zu leben, wie sie sich das vorstellen. Und so entspricht LaBrassBanda genau dem, was bayrische Blasmusik auch sein kann: ungenierte Texte, zuckende Offbeats und wummernde Bässe.


LCD Soundsystem

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Das LCD Soundsystem, hinter dem sich der Musiker, Produzent/Remixer (DFA) und Labelbetreiber (DFA Records) James Murphy verbirgt, ist eines der aufregendsten neuen Projekte der Rock-Dance-Szene. Das Debütalbum „LCD Soundsystem“ von 2005 ist eine ausgesprochen wilde Mischung aus Punk-, Funk- und Houseknallern mit melodisch-philosophischen Grübeleien. Murphy, der sich seit einigen Jahren mit seinem Partner Tim Goldsworhty als Produzenten-Duo Death From Above (DFA) mit Produktionen und Remixen für unter anderem The Rapture, Le Tigre, N.E.R.D., Radio 4 und Black Dice einen Namen gemacht hat, zitiert dabei seine zahlreichen Einflüsse, die von The Fall und den Talking Heads über deutsche Experimentalbands wie Can und Neu! bis hin zu modernen Dancesound reicht.


Madsen

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Madsen kündigen ein neues Studioalbum im April an: „Es ist soweit! Stolz geben wir den Namen unseres 4. Studioalbums bekannt: Das Album wird "Labyrinth" heißen. Gute eineinhalb Jahre haben wir geschrieben, gefeilt und ein weiteres Mal mit Produzent Olaf O.P.A.L. aufgenommen. Nun ist das gute Stück fast fertig und schreit jetzt schon danach gehört und live gespielt zu werden. Wir sind zwar zu einem Quartett zusammengeschrumpft (Folli gießt jetzt Tomaten auf Gran Canaria), kommen aber im Frühjahr mit doppelter Power und der vielleicht besten, fettesten Madsenplatte bisher zurück auf die Bühne. Auf unserem 4. Album wird es u. A. stadionrockmäßige Hymnen, typische Madsenrocker, ein zauberhaftes Duett, ein paar Tanzflächensmasher und unsere erste Rockoper geben. Wir sind sehr gespannt wie es Euch gefallen wird, wir lieben jeden einzelnen Ton!“ Live sind Madsen im Mai auf Hallen-Tour und im Juni auf dem Hurricane- und Southside Festival zu sehen.


Mando Diao

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Es ist noch gar nicht lange her, dass eine blutjunge Band aus dem schwedischen Städtchen Borlänge daher kam und die Rock’n’Roll-Welt im Handstreich eroberte. Anfang 2004 erschien „Bring ‘Em In“, das furiose Debüt der begnadeten Songwriter mit der großen Klappe. Und danach ging es Schlag auf Schlag.

Jedes Jahr ein neues Album und unzählige Konzerte in kontinuierlich größer werdenden Venues. Die Alben „Hurricane Bar“ und „Ode To Ochrasy“ erreichten in Deutschland mühelos Gold-Status und mit ihrem bislang letzten Album „Never Seen The Light Of Day“, wo sie unter anderem mit skandinavischer Folk-Musik experimentierten, verblüfften Mando Diao Fans und Kritiker gleichermaßen.

Das vergangene Jahr musste dann zwar ohne ein neues Mando Diao-Album auskommen, doch Jetzt-schon-Klassiker wie „Sheepdog“, „Down In The Past“ oder „Long Before Rock’n’Roll“ gehörten auch 2008 zum Pflichtrepertoire eines guten DJs. Außerdem war es auch so ein ereignisreiches Jahr für die Band. Die beiden Gitarristen, Sänger und Songwriter Gustaf Nóren und Björn Dixgård sind nun verheiratet, Nóren ist darüber hinaus Vater eines Sohnes geworden. Und im Frühjahr wurde endlich das bandeigene Studio in Stockholm fertig, so dass unter der tontechnischen Regie von Bassist C-J Fogelklou und Keyboarder Mats Björke im Mai 2008 mit den ersten Aufnahmen für ihr Ende Februar 2009 bei Universal erscheinendes fünftes Album begonnen werden konnte. Vollendet wurde der Aufnahmeprozess schließlich im November im sonnigen Long Beach, wo ein Freund der Band ein Studio besitzt.

Mando Diao gehören längst zu den ganz Großen, das dürfte unbestritten sein. Ebenso sicher scheint, dass ihr neues Album den Stellenwert noch weiter steigern wird. Kein Song ähnelt dem anderen, und doch sind sie alle typisch Mando Diao. Und „typisch“ ist bei dieser Band ein Synonym für großartig. Vorneweg marschiert die erste Single „Dance With Somebody“, die so simpel wie großartig ist. „Ja, es ist ein sehr simpler Song“, bestätigt Fogelklou, „wahrscheinlich der einfachste Song, den wir je gemacht haben. Aber die Wirkung dieses Songs ist einfach umwerfend.“ In der Tat. Da reicht ein stampfender Beat, eine pumpende Bass-Linie, grelle Keyboards und sphärisch verhallte Gitarren, dazu dieser Gesang, der Steine zum Schmelzen bringt. Dank des grandiosen Refrains bekommt man den Smasher mit 70er-Jahre-Disco-Einschlag so leicht nicht mehr aus dem Ohr.

„Dance With Somebody“ bleibt nicht die einzige Überraschung. „Gimme Fire“ offenbart dezentes Reggae-Feeling, bei „The Shining“ treffen sich Ennio Morricone und Lee Hazelwood in einer Mariachi-Bar und mit „Nothing On Me“ geht es dann richtig zur Sache. Das klingt, als hätte man „War Pigs“ von Black Sabbath, Arthur Browns „Fire“ und „War“ von Edwin Starr – in der Version von Eric Burdon – in einen Mixer gepackt und auf Heavy Rotation geschaltet. Mando Diao goes Psychedelic Metal-Pop? „Wenigstens einmal in meinem Leben wollte ich einen Song in dieser Art schreiben“, erklärt Dixgård, der hier auch beim Text kein Blatt vor dem Mund nimmt, wenn er über „Faschisten und gewisse Polizisten“ herzieht. „Es ist ein simpler kleiner Rebellen-Song, mit dem ich mir meine Aggressionen von der Seele geschrieben habe.“

Natürlich gibt es auch wieder Up-Beat-Rocker wie „Go Out Tonight“ oder „Gloria“ mit glasklaren Gitarren und einem cool-laszivem Refrain, der Tom-Jones-Qualitäten besitzt. „Blue Lining“ wiederum rockt so atemlos, kraftvoll und kompromisslos überdreht, wie man es aus den wilden Anfangstagen der Band kennt. Noch ein potentieller Single-Hit. Aber das gilt eigentlich für alle neuen Songs, den sehnsüchtig schmachtenden Groover „High Heels“ zum Beispiel, der den Hörer in die Atmosphäre eines Cabarets im Paris der 40er Jahre eintauchen lässt, oder „Mean Street“, eine beschwingte Good-Times-Nummer, bei der ihre Liebe zu Motown-Vibe und Broadway-Grandezza zur Geltung kommt.


Massive Attack

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Die britischen Trip-Hop-Band Massive Attack gründete sich Ende der 80er und geht aus dem Künstlerkollektiv The Wild Bunch hervor, einem ganzer Haufen von DJs, MCs und Graffiti- Sprayern, die ab 1983 die Kunst-und Musikszene im südenglischen Bristol gehörig aufmischten. Massive Attack mischen in ihren Alben Soul, Dance, Jazz und Rap und legen diese Melange über relaxte Dub-Sounds. Die Musikjournallie hat schnell eine neue Schublade für den frischen Sound aus Bristol kreiert und benennt ihn Trip Hop. Anfang Februar 2010 veröffentlichen sie ihr neues Album „Heligoland", das ihr fünftes Studioalbum in der Formation ist. Die Band macht aber nicht nur tolle Musik und ist ein brillanter Live-Act, sondern hat sich auch als politisch stark engagierte Band einen Namen gemacht.


Moneybrother

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Moneybrother macht Northern Soul, wörtlich genommen. Wobei Northern sich in diesem Fall eher auf die Herkunft des Schweden bezieht denn auf das Genre. Denn was Anders Wendin, so sein bürgerlicher Name, spielt, geht wohl eher in Richtung Pop-Soul, unter anderem. Das tut dem Guten aber keinen Abbruch. Im Gegenteil. Seit seinem ersten Album „Blood Panic“ aus dem Jahr 2003 ist sich Moneybrother immer treu geblieben, so auch auf seinem aktuellen Album „Real Control“, das 2009 erschienen ist und mit dem er ein Soul-Punk-Reggae Album allererster Sahne geschaffen hat. Genreübergreifend war seine Arbeit schon immer, jetzt schlägt er erneut einen gekonnten Bogen, der von Falsetto-Soul über Reggae, die frühen Dexys Midnight Runners, eine Rockgitarre (immerhin kommt der Herr aus dem Punkrock), eine Prise Northern, eine Menge anderen Soul und ganz viel wunderbarem Pop bis hin zu wunderschönen, epischen Balladen inklusive Streichern reicht. Auch live zieht diese wunderbare Mischung in den Bann: „When on stage, I want it to be very big and beautiful, even bigger and more beautiful than I really am“, sagt Wendin, der mit seiner Band Panther eine große Show bietet, denn eines ist sicher: Moneybrother bewegt sein Publikum immer.


Mr. Oizo

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Mr. Oizo ist ein Musikprojekt des französischen Musikers und Filmemachers Quentin Dupieux (geboren am 14. April 1974), das 1999 mit Flat Beat in den weltweiten Musikcharts bekannt wurde. Mr. Oizo arbeitet auch mit anderen Künstlern zusammen, u.a. Air, DJ Feadz und Sébastien Tellier um einige wenige zu nennen. 2008 wurde das Solo-Album „Lambs Anger“ veröffentlicht. Im Spannungsfeld von Electro-Beat, Hip Hop und Funk wird hier deutlich, wer mitverantwortlich für den typischen Sound vom Ed Banger Label ist.


Paramore
 

Wer hat während der Schulzeit nicht mal mit dem Gedanken gespielt, eine Band zu haben, die erfolgreich wird und einem den Unterricht erspart. Meistens entstehen aus solchen Gedanken Schulbands, die weniger hörbar sind. Manchmal wird man aber auch vom Gegenteil überzeugt. Wie von den Pop-Punk/Emo Rockern von Paramore. Als einfache Schulband gegründet, hat sich die Band um Frontsängerin Hayley Williams inzwischen so stark im Musikbusiness etabliert, dass sie mit Bands wie A New Found Glory und Simple Plan unterwegs sind. Wer Lust hat sich zu druckvoller und energiegeladener Musik auszutoben, darf Paramore beim Hurricane Festival nicht verpassen.


Phoenix

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Wenn von Phoenix gesprochen wird, fällt einem spontan der Sagenvogel ein, der die Unsterblichkeit mit sich bringt. Das ist genau der richtige Name für die vor über zehn Jahren gegründete Band Phoenix, die schon jetzt eine Karriere wie aus dem Bilderbuch hingelegt haben. Bereits 2000 veröffentlichten die vier Franzosen das Debüt „United”, mit dem 2009 erschienenen Album „Wolfgang Amadeus Phoenix“ schufen sie die Platte des Jahres. Sie haben viel experimentiert und schaffen es endgültig lupenreinen Pop, leichtfüßige Indietronic und süchtig machende Instrumentals miteinander zu vereinen. Das Werk erhält sogar eine Nominierung für die Ende Januar 2010 verliehenen Grammy Awards. In der Kategorie "Best Alternative Music Album" stehen Phoenix neben etablierten Künstlern wie Depeche Mode, David Byrne & Brian Eno, Death Cab For Cutie und den Yeah Yeah Yeahs zur Auswahl.


Porcupine Tree

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Porcupine Tree ist zweifellos eine der innovativsten Bands der heutigen Rock-Ära. Die Mischung aus psychedelischem Trip-Hop, Progressive Metal und einem Kompendium aus Klängen und Genres, die irgendwo dazwischen liegen, ist beeindruckend. Steven Wilson, der Porcupine Tree vorerst nur als Soloprojekt gründete, holte sich 1993 eine komplette Band an Bord, um den unverwechselbaren Sound, den er entwickelt hatte, auch live rüberzubringen. Was er damals noch nicht wusste ist, dass er mit Gründung dieser überragenden Band eine ganze Musikrichtung erschaffen und geprägt hat. Nach mehreren ausverkauften Welt-Tourneen können sich Fans nun auch wieder auf Auftritte in Deutschland freuen. Porcupine Tree werden beim Hurricane und Southside Festival mit ihrem einzigartigen Sound sicherlich wieder einen atemberaubenden Auftritt hinlegen.


Revolverheld

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Von den ersten Sessions im Probenraum, über die ersten Konzerte vor einer Handvoll Leuten, Support-Touren, den zweiten Platz beim Bundesvisioncontest, den Goldenen Schallplatten für die ersten zwei Alben zu den immer größeren Konzerte. Zum dritten Album „In Farbe“ sagt Revolverheld-Sänger Johannes:„Inhaltlich ging es uns darum, einen positiven und optimistischen Blick auf uns und die Welt da draußen in die Songs zu packen. Wir glauben trotz der allgemeinen schlechten Stimmung und Newslage immer noch daran, dass man gerade jetzt Träume haben muss und viel erreichen kann, wenn man es nur will und dafür lebt. Es gibt viele Chancen da draußen, viel zu tun, viel zu erleben. Wir sind für dieses Album wieder ein bisschen zurück zu unseren Wurzeln gegangen, mit direkten Aussagen, mit Energie, mit Kraft, so wie wir auf der Bühne sind und so wie wir es mögen.“


Shout Out Louds

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Am 26. Januar 2010 veröffentlichte die schwedische Band Shout Out Louds ihr drittes Album, das den programmatischen Titel "Work" tragen wird. Auf "Work" findet sich sensibler und gewitzter Gitarrenpop mit feinen Melodien und durchdachten Arrangements. Es ist das erste Album, dass die Shout Out Louds nicht in Schweden, sondern in Seattle, USA, aufgenommen haben. Dem Klangbild der Band ist dies anzumerken. Der Sound ist erwachsener geworden.


Skindred

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Was ist es genau, dass Skindred so einzigartig macht? Der Einfluss der einfachen Newporter Straße in South Wales? Ihre Dancehall Wurzeln? Ihre Punk Attitüde? Drum and Bass kombiniert mit sattem Metal Riffing? Man könnte sicherlich tagelang eine Antwort auf diese Frage suchen und würde doch jedesmal zum selben Ergebnis kommen: Es ist schlicht und einfach die Musik, die aus dem Wechselspiel dieser vier ungleichen Bandmitglieder entsteht! Daniel Pugsley, Michael Fry, Arya Goggin und Benji Webbe sind Skindred - Ein Aufeinandertreffen verschiedenster Kulturen und Ideen die sich in einer musikalischen Version entladen: Unkonform, schillernd und abseits ausgetretener Pfade.


Skunk Anansie

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Skunk Anansie haben sich 2009 wiedervereinigt und waren bereits auf einer in kürzester Zeit ausgeverkaufte Reunion-Greatest-Hits-Tour. Nachdem sich die Band um die charismatische Frontfrau Skin 2001 aufgelöst hat, scheinen die vier Mitglieder wieder Gefallen am gemeinsamen Spiel gefunden zu haben. Die Welt erinnert sich noch an „Selling Jesus", die erste Single und den Killersong „Weak", an die Megaalben „Paranoid & Sunburnt", „Stoosh" und „Post Orgasmic Chill", an den Crossover-Sound. Und live waren Skunk Anansie immer ein besonderes Ereignis: Die Energie, die Skin verbreitet, der treibende Groove von funkigem Schlagzeug, Rock-Gitarre und extrem dreckigem Bass, gehören zum Unvergesslichsten der Konzert-Geschichte.


Stone Temple Pilots

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Kein Hurricane und Southside Festival ohne die Reunion einer Erfolgs-Rock-Band der 90er Jahre. Im vergangen Jahr gaben sich Faith No More die Ehre, in 2010 melden sich die Stone Temple Pilots zurück. Fans können sich nicht nur auf All Time-Hits wie „Creep“ und „Plush“, sondern auch auf neue Songs freuen. Die Stone Temple Pilots haben neues Material für dieses Jahr angekündigt. Die Alternative Rock Band Stone Temple Pilots wurde 1988 von den Brüdern Dean und Robert De Leo gemeinsam mit Scott Weiland und Eric Kretz im kalifornischen San Diego gegründet. Mit einem Grammy und weltweit 40 Millionen verkaufter Alben gehören sie zu den beliebtesten Rockbands der 90er Jahre. Bereits mit ihrem Debütalbum „Core“ (1992) schafften die Stone Temple Pilots den großen Durchbruch. Doch Weiland kam anscheinend mit dem Erfolg nicht klar und verzettelte sich zwischen Drogengeschichten und Justizproblemen. Alle Bandmitglieder blieben musikalisch aktiv. Scott Weiland formierte mit ehemaligen Musikern der Gruppe Guns N´Roses die Band Velvet Revolver. Währenddessen eröffnete Schlagzeuger Eric Kretz sein eigenes Tonstudio namens „Bomb Shelter“ Die beiden DeLeo Brüder Robert (Bass) und Dean (Gitarre) gründen ihrerseits die Band Army Of Anyone.


Tegan and Sara
 

Der Erfolg von Tegan & Sara ist kein Zufall. Dass die beiden so harmonisch zusammenspielen kommt nicht von ungefähr. Die beiden sind schließlich eineiige Zwillinge und schon daher prädestiniert dafür, gemeinsam Musik zu machen. Dabei ziehen sie alle Register: akustische Schmankerl, clubtaugliche Tanznummern, breiter Stadionpop mit Chartgarantie, feingliedrige Balladen, kratzige Indiebretter. Ihr frischer Indiepop mit leicht punkigem Einschlag fiel schon früh auf: Kein Geringerer als Neil Young nahm sie unter seine Fittiche, um auf seinem Label Vapor Records ihre erste Platte zu veröffentlichen. Sie gingen auf Tour mit Young, The Pretenders, Rufus Wainwright, Joan Osborne, Hot Hot Heat, The Killers sowie, ungewöhnlich genug, sowohl mit Ryan Adams als auch mit Bryan Adams (mit dem wohl eher, weil er genau wie Tegan & Sara Kanadier ist). Die White Stripes coverten ihren Song „Walking With A Ghost“.


The Bloody Beetroots Death Crew 77

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Bobby Rifo und Tommy Tea sind das elektronische Electro-House Duo The Bloody Beetroots Death Crew 77, die gelegentlich als die italienischen Cousins von Justice genannt werden. 2008 absolvierten sie eine Tour durch USA mit DJ Steve Aoki. Der Song „Butter“ ist auf dem Soundtrack des Spiels „FIFA 09“. Ihre EP „Cornelius“ war in den Top 100 der International iTunes Downloads. Auf der Bühne inszenieren sie die tanzbare Rebellion, die Ideologie des Punk wird mit der Ästhethik des Dancefloors kombiniert.


The Gaslight Anthem

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The Gaslight Anthem haben sich musikalisch deutlich verändert gegenüber ihrer Debütplatte. Das hängt mit ihrem aktuellen Album zusammen, das nicht umsonst „The '59 Sound" heißt. Da sind nicht mehr nur die Einflüsse von Joe Strummer, Tom Waits und vor allem Bruce Springsteen herauszuhören, sondern auch die Musik der 50er und frühen 60er Jahre. Auch bei der Aufnahmesituation und der Auswahl der verwendeten Geräte und Instrumente sind die Jungs aus New Jersey in der Zeit zurückgegangen. Weniger Punk, mehr Rock, weniger Lärm, mehr feine Arrangements. Gewohnt souverän bleibt das Songwriting, von dem Sänger Brian Fallon einmal gesagt hat, es sei „wie ein Topf voller Geheimnisse, und niemand wird je davon erfahren".


The Get Up Kids
 

„Wir sind keine Punkrock-Band, und das haben wir auch nie behauptet“, verteidigte sich der Bassist der Get Up Kids Rob Pope. Auch wenn ihr erstes Album mehr Highschool Pop-Punk enthält als spätere Alben, so enthält es aber auch ebenso viele Melodien, die wunderbar anzuhören sind und dem ganzen Sound etwas Besonderes und Einzigartiges geben. Die aus Kansas stammenden The Get Up Kids schaffen es immer wieder die Emo-Rock Fans mit ihren eingängigen Songs zu begeistern.


The Hold Steady
 

The Hold Steady sind wahrlich ein Phänomen und genießen in USA und England, Kultstatus. Sänger und Gitarrist Craig Finn (ex-Lifter Puller) erzählt wortgewaltig niederschmetternde Geschichten über die verlorenen Seelen im amerikanischen Alltag. Auch mit ihrem letzten Tonträger „Stay Positive“ unterstreichen The Hold Steady ihre Position als Adult Rock-Band, die in ihren besten Momenten wie eine Indie-Variante eines frühen Bruce Springsteens anmuten, aber auch Einflüsse von den Thin Lizzy, Van Morrison, Hüsker Dü oder The Replacements aufweisen.


The Prodigy

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Der Sound von The Prodigy ist einzigartig. Liam Howlett, Keith Flint und Maxim definierten 1995 mit „Poison“ und „Firestarter“ den Elektro-Punk. Die Vermischung von Genres, die Verzerrung der Vergangenheit und die Veränderung der Zukunft. Das Debütalbum „Experience“ lieferte den Soundtrack zur Acid-und Rave-Glanzzeit, in einer Phase, in der Dancekünstler in der Regel nicht im Albumregal zu finden waren. Der Nachfolger „Music For The Jilted Generation“ verkaufte sich alleine in England mehr als 1 Million mal. 1998 erschien „The Fat Of The Land“ und The Prodigy spielten als Headliner auf Festivals, die eigentlich für Rockacts vorgesehen und zu denen Dancekünstler bislang nicht eingeladen waren. Mit „Always Outnumbered, Never Outgunned“ (2004) wendet sich der Sound erneut: zurück zum Underground mit einem außergewöhnlichen Set straighter Electro-Punk- Klassiker, die live nicht spielbar waren. Nur ein Jahr später stellten sich The Prodigy mit dem Best of-Album „Their Law“ wieder als eine der besten Live-Bands auf den großen Bühnen unter Beweis. 2009 erschien das fünfte Album „Invaders must die“ und die Tickets für die folgende Tour waren innerhalb von Minuten vergriffen.


The Specials

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Zwischen 1979 und 1981 ist der Höhepunkt des britischen Ska-Revivals der von The Specials angeführt wird. Sie vereinten die Wut des Punks mit dem Offbeat des frühen jamaikanischen Ska und brachten eine ganze Generation zum Tanzen. In einem von Arbeitslosigkeit und rassistischen Spannungen geprägten England spielten sie, bestehend aus schwarzen und weißen Bandmitgliedern, eine Mischung aus Ska, Reggae und Punk. Ihre Musik erschien beim inzwischen legendären Plattenlabel 2 Tone Records von Bandmitglied Jerry Dammers. Das Markenzeichen des Labels waren schwarz-weiße Schachbrettmuster, welche die antirassistische Einstellung dokumentiert. Elvis Costello produziert das großartige Debütalbum „The Specials“ welches u.a. von SPEX zu den wichtigsten 100 Platten des 20. Jahrhunderts gewertet wird. Mit vier Top Ten-Hits steigen die Specials in England zu Stars auf und verabschieden sich mit dem No.1 Hit „Ghost Town“


The Strokes

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Laut Intro-Jahrzehntpoll haben The Strokes mit dem Tonträger „Is This It“ die beste Platte des letzten Jahrzehnts veröffentlicht. Seit 2005 warten die Fans von The Strokes auf ein neues Album der Band. Zwar wurde die Wartezeit durch diverse erfolgreiche Soloprojekte der einzelnen Bandmitglieder verkürzt: Sänger Casablancas etwa nimmt mit Pharrell Williams und Santogold den Track "My Drive Thru" auf. Sein Soloalbum "Phrazes For The Young" erscheint im Oktober 2009. Und während auch Albert Hammond Jr. unter seinem Namen solo aktiv ist, treten Fabrizio Moretti als Little Joy und Nikolai Fraiture als Nickel Eye in Erscheinung. Dennoch sorgen die Gerüchte um ein neues Album der Band in 2010 für reichlich Vorfreude. Und das nicht ganz unberechtigt, so signalisierten sowohl Casablancas als auch Nikolai Fraiture, dass Anfang Januar wohl endlich ein gemeinsamer Studiotermin gefunden werden konnte.


The Temper Trap

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Nein, The Temper Trap sind keine Engländer. Das heißt: Eigentlich inzwischen schon. Die Australier sind aus dem sonnigen Melbourne ins deutlich kühlere London gezogen, um die deutlich heißere Musik aufzunehmen. Zusammen mit Produzenten Jim Abbiss (Arctic Monkeys, Kasabian) haben sie einen atmosphärischen Sound entwickelt, mit großen Gitarrenklängen und pulsierenden Rhythmen. Die außergewöhnlich hohe Stimme des Sängers verleiht jedem ihrer Songs Einzigartigkeit. Stilistisch bewegen sich The Temper Trap zwischen Indie-Rock, Post Punk und Alternative Rock.


The XX

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Die 2005 in London entstandene Band The XX hat es geschafft, sich in kürzester Zeit in den Köpfen der Indie-Poprock-Fans festzusetzen. So minimalistisch wie der Bandname von The XX ist auch ihr Sound. Irgendwo zwischen Mazzy Star, The Cure und My Bloody Valentine, stilisieren sie einen ebenso düsteren wie kristallklaren Sound, wie man ihn lange nicht gehört hat. Das ist auch einer der Gründe, warum sie schnell in die Riege der besten Newcomer geschafft haben. Sie wurden, noch bevor überhaupt die erste Single „Crystalised“ ihres Albums „XX“ veröffentlicht wurde, in die Newcomer-Liste „The Future 50“ des britischen Magazins NME aufgenommen. Die Band um den Sänger und Gitarristen Romy Madley Croft bezeichnet ihre Musik selbst als eine Mischung aus Dream Pop und Indie Rock. Nach einer fast restlos ausverkauften Tournee durch Europa und Nordamerika, sind „The XX“ wieder in Deutschland unterwegs und werden auch auf dem Hurricane und Southside Festival dabei sein.


Timid Tiger

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Zwar haben sich Timid Tiger fünf Jahre Zeit gelassen, ein neues Album zu produzieren, aber im Februar ist nun endlich „Timid Tiger And The Electric Island“ erschienen. Doch zwischenzeitlich waren Sänger Keshav Purushotham und seine Jungs immer fleißig. Nach einem Besetzungswechsel, bei dem Bass und Schlagzeug neu besetzt wurden, und dem Ausbau des hauseigenen Tonstudios rauschten die Kölner erst einmal über ein paar Konzertbühnen und produzierten gemeinsam, quasi zum Warmwerden, die „Electric Island“- EP. Jetzt aber geht es wieder richtig los mit neuer Platte, neuem Schwung, neuem Material, mit dem guten alten Rock’n’Roll in allen verschiedenen Spielarten, mal mit punkiger Attitüde, mal zurückgenommen, mal mit einem Hauch Elektronik, mal klassisch grade. Gerade live rocken Timid Tiger jedes Haus. Dafür steht die musikalische Qualität der Songs von Gitarrist Christian Voß und den anderen, aber vor allem das Showtalent von Frontmann, Hüpfdohle, Obertiger und Womanizer Purushotham.


Turbostaat

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Erfolg - was ist das? Einen Majordeal zu bekommen? Wenn die Eltern dir plötzlich auf die Schultern klopfen, weil ja nun doch irgendwas aus dir geworden ist? Oder vielmehr, einen geraden Rücken zu behalten, weil du bei all dem du selbst geblieben bist? Nachdem TURBOSTAAT mit ihrem dritten Album Vormann Leiss bei Same Same But Different/Warner Music gelandet waren, blieben die Wasser erstaunlich ruhig. Das übliche „Ausverkauf“-Geschrei hielt sich in Grenzen, die Leute „draußen“ merkten schnell, dass sich eigentlich nichts verändert hatte. Die Clubs waren besser gefüllt, plötzlich standen Festivals auf dem Plan, und die Musik hatte nichts von ihrem Biss verloren. Die Tourpläne liegen immer noch in der Hand von TURBOSTAAT, ebenso die Produktionder Vinyl-Editionen und alles, was die Band selbst angeht. Erfolg heißt auch, dass man es schafft, nach wie vor vollkommen freie Hand zu haben. Ein Grund mehr für TURBOSTAAT, sich im Deal mit SSBD/Warner wohl und gut aufgehoben zu fühlen. Wenn sich beim Island Manøver also etwas verändert hat, dann das, was Jan, Marten, Tobert, Peter und Rotze mit sich selbst abmachen.


Two Door Cinema Club

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Nachdem sich Two Door Cinema Club, eine dreiköpfige Band aus Bangor in Nord-Irland, das erste Mal mit der Club NME Tour in Deutschland präsentiert haben, gibt es Grund zur Freude: Denn diese tolle Entdeckung ist für das Hurricane und Southside Festival bestätigt. Das Trio hat allerdings noch einen vierten Mitspieler, einen Mac, der die Rhythmusgruppe übernimmt. Dieses vierte Bandmitglied sorgt für einen pulsierenden Rhythmus, über den eine Gitarre einen Sound legt, der deutlich von der Nordsee inspiriert ist, an deren Ufern Two Door Cinema Club einige Zeit verbracht haben müssen. Ihre Musik bewegt sich zwischen Death Cab for Cutie und Broken Social Scene.


Vampire Weekend

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Einige Bands bleiben immer bei ihren alten Strickmustern, andere verändern sich von Album zu Album radikal. Vampire Weekend haben bei ihrem zweiten Album weder das eine noch das andere getan. Oder vielleicht beides. Das neue Album sprudelt nur so über vor frischen neuen Ideen die mit einer Wucht präsentiert werden, dass es einem die Sprache verschlägt. „Contra“ soll im Januar erscheinen und präsentiert dem Hörer eine Fülle an eingängigen und funkelnden Songperlen, die sich fast unmerklich mit so schwierigen Themen wie Verlust, Angst und dem Tod auseinandersetzen. Ein gewagtes Unterfangen, doch es kann als gelungen bezeichnet werden. Im März 2009 tourte die Band zum ersten Mal durch Mexiko. Nur wenige Blocks entfernt von Frida Kahlos Haus fanden sie ein Studio, in dem erste Songs eingespielt wurden. DJ und Produzent Toy Selectah erwies sich dabei als verwandte Seele. Tagelang hörten sie gemeinsam Musik und philosophierten über Ideen, so sammelten sie neue Energien und kehrten frisch und motiviert nach New York zurück. So konnten noch verschiedenere musikalische Stile, Kunstformen und Philosophien ihren Einfluss auf den neuen-alten Vampire Weekend-Sound nehmen. Wer so viele Einflüsse, Stile, Genres in seiner Musik vereinigt, braucht keine Schublade, in die er sich stecken lassen muss. Wer so klug ist wie die vier Jungs, kann langmütig über all die Versuche der Einordnung hinwegsehen. Wer so fantasievoll mit seinen Instrumenten arbeitet, muss nicht in den Schwitzkasten der Kategorien genommen werden. Wer so selbstständige, großartige Musik macht, hat es verdient, umjubelt zu werden. Zu recht war die letzte Deutschland-Tour ausverkauft. Die nächste soll es bitte auch werden, denn Vampire Weekend haben ihr Territorium neu ergründet – knisternd, lebendig und hoch literarisch.


We Are Scientists

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Schlaue, kritische Geister mit exzellentem Geschmack und geilen Körpern", so beschreibt das New Yorker Trio We Are Scientists seine stetig wachsende Fangemeinde. Und nun wird es nicht mehr lange dauern bis auch ihr - neben all den Neuzeit-Punks, Art-Rockern, Indie-Fans und Popkids - zu dieser gehört. Kurz gesagt: jeder, der ein Ohr für brillantes Songwriting und eine Schwäche für packende Refrains hat, wird früher oder später Fan. Das neue Album „Barbara“ erscheint im Juni 2010. Dafür haben sich die beiden New Yorker den Razorlight-Drummer Andy Burrow engagiert. Er ersetzt den 2007 ausgetretenen Michael Tapper, dem das Touren zu stressig wurde


White Lies

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Die White Lies waren eigentlich eine andere Band, nämlich die „Fear Of Flying“. In einer Nacht, wo die Band grade von einem Gig in der Londoner U-Bahn nach Hause fährt, wird beschlossen, sich umzubenennen und noch einmal anzufangen. Es lag nicht an mangelnden Konzerten und auch nicht am Publikum, es sollte einfach nichts werden. Als „White Lies“ haben sie neue Elemente in der Musik und neuen Erfolg. Ihr Sound ist vergleichbar mit den Editors, Interpol oder den Killers, was schon unter anderem Morrissey auf Konzerte gelockt haben soll. 2009 war der Durchbruch geschafft: Ihr Debutalbum „To Lose My Life“ kam auf den Mark und stieg auf Platz 1 in die UK-Charts ein.


Zebrahead

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Zebrahead haben einfach die besten Fans der Welt. Lemmy Kilmister zum Beispiel, der mit den Jungs aufgenommen hat und zum guten Freund geworden ist. Auch Hugh Hefner soll Anhänger der Kalifornier sein und gerne sein Okay für Plattentitel und -cover „Playmate Of The Year“ gegeben haben. Halb Japan liegt Zebrahead zu Füßen, wenn dort die Stadien gefüllt werden. Und natürlich ist die restliche Gemeinde, ob prominent oder nicht, seit Langem treu. Noch immer wohnen sie im Orange County (ein paar Stichworte gefällig? Bad Religion, Social Distortion, The Adolescents, The Offspring, No Doubt, Ignite etc.) und lassen sich die Sonne auf den Pelz und in die Songs brennen. Im Grunde geht es für die Kalifornier immer noch um ein paar grundlegende Dinge: Spaß zu haben, den eigenen Lebensstil zu verherrlichen, sie selbst sein, auf politische Korrektheit zu scheißen und laute Musik zu machen. Demnächst erscheint ihr neues Album „Panty Raid“, die konsequente Fortsetzung des Vorgängers „Phoenix“. Ali Tabatabaee rappt sich um Hals und Atem, Matty Lewis singt ihm in die Parade, Greg Bergdorf bratzt mit seiner Gitarre obendrauf, und die Rhythmusgruppe um Ben Osmundson und Ed Udhus sorgt für eine solide Punk-Rock-Grundlage. Klar, grade, einfach und immer voll in die Mitte der Crowd: Das ist Zebrahead.

 
Hurricane Festival 2010